Irlands Nein zur EU ist leider nutzlos

25 Juni, 2008

Natürlich bewundern wir den Mut der Iren für ihr Nein zu dem von Sarkozy zusammen gebastelten EU-Vertrag von Lissabon. Viel besser als die Verfassung von Giscard D’Estaing ist er auch nicht. Nach wie vor scheint durch alle glitzernde Tünche hindurch der supranationale Grundgedanke der Vorherrschaft des Tandems Frankreich-Deutschland zusammen mit der von einigen Super-Lobbys inspirierten Brüsseler Bürokratie. Die Mächtigen und Reichen unseres Kontinents, oder gar der globalisierten Welt, sind die Herrscher des neuen Europäischen Reichs geworden.

Die Europäer leben vielleicht besser oder sie bilden sich das ein.
In Wirklichkeit haben sie nichts zu sagen.
Das Volk wird ausgenützt: Arbeitet viel, aber verdient nur einen winzigen Teil all dessen, was sie für die Reichen und Mächtigen, den neuen Kolonial Herren unsere globalisierten Welt, zusammenraffen müssen.

Das letzten Endes meistens auf dem Rücken von Millionen versklavter, kranker, an Hunger, Not und Terror zugrunde gehender Menschen. Daneben haben auch wir Europäer brav zu schweigen und das zu tun was uns befohlen wird. Wenn das so weiter geht, dann kommt einmal der Zeitpunkt, von welchem auf dieser kranken Welt die revolutionären Blutwellen höher schlagen werden als die sintflutartigen Überschwemmungen. Bis dahin werden aber hunderte von Millionen von Menschen in Not und Elend versinken. Daneben werden rauschende, irrsinnige Feste, Orgien und Auswüchse jeder Art bis zur Selbstvernichtung unserer Umwelt und damit auch von uns allen begangen

Bis dahin werden auch die Iren, wie wir alle und wie das bereits verschiedentlich (Dänemark, Frankreich, Iren, Tschechen, Polen, aber auch wir Schweizer …) getan haben, nochmals abstimmen, sich mit ein paar belanglosen Zückerchen zufrieden geben und dann einfach JA-SAGEN… Oder wir werden mit verschiedenen offen oder geheim gehaltenen Mittelchen zum PARIEREN gebracht.

Also einmal mehr Nichts Neues in diesem alten Europa.
Dabei wäre jetzt der Zeitpunkt gekommen, zu welchem gerade die neuen EU-Mitglieder, geeint wie ein Mann oder eine Frau, aufstehen und verlangen sollten, dass wenigstens die Grundverträge und alle wichtigen EU-Gesetze in den Mitgliedstaaten obligatorisch dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden oder vorzulegen sind, wenn das mindestens 1/5 der Mitgliedstaaten verlangt. Natürlich müsste wenigstens in diesem Falle die Stimme jedes Mitgliedstaats, ob klein oder gross, gleich viel zählen.

Unmöglich, unpraktisch und ungerecht werden viele sagen, vielleicht, aber dafür etwas mehr demokratisch. Und das könnte ein später, aber wenigstens ein Anfang werden für mehr Menschlichkeit auf dieser traurigen Sodom und Gomorra ähnlichen Welt!

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