Archive for Oktober, 2013

Also doch nichts mit Schwarz-Grün in Deutschland ?

I

Auf meinen letzten Blog vom 13. Oktober mit der Voraussage einer möglichen schwarz-grünen Koalition in Deutschland schrieb mir einer meiner Leser (ein fast ebenso alter und gut befreundeter Journalist) folgendes:

<<Du warst immer sehr stolz darauf, dass Dir vor Jahren ein hoher und strenger Chef das Kompliment machte, er habe immer deine analytische Begabung bewundert. Eh bien mit Deinem letzten Blog und der Prognose der Möglichkeit einer schwarz-grünen Koalition bist du schön hineingerasselt.>>

Mein Freund hat natürlich Recht. Beim Auseinandergehen der zwei Verhandlungsdelegationen hatte sogar der bayrische Ministerpräsident Seelhofer Mühe, ein einigermassen sichtbares Lächeln hervorzupressen und mehrmals das kurze Sätzchen zu wiederholen, man sei sich doch in nicht wenigen Fragen näher gekommen.

II

Von der Kanzlerin  hörte man mehr von dem demnächst vorgesehenen schwarz–roten Treffen. Dazu ein bewusst gezeigtes kameradschaftliches Verhalten gegenüber dem amtierenden Parteipräsidenten der Roten. Erstaunlich bei den im Raume stehenden ziemlich arroganten Forderungen Steinbrück als Finanzminister oder gar Vizekanzler und sonst noch einige andere wichtige Ministerien, Arbeit, das Auswärtige Amt und sonst von den Roten noch nicht öffentlich genannte Ämter.

Vielleicht kommen die Proteste der Kanzlerin noch vor dem Treffen oder muss man sich vorläufig, wie so oft, mit einem schwierig zu entziffernden typischen Merkel Lächeln zufrieden geben. Geht es vielleicht darum die Roten in Sicherheit zu wiegen und die Grünen aufzuschrecken, damit sie an den Parteiwahlen Ende Monat endlich eine andere Parteileitung zusammenbringen.

III

Niemand zweifelt daran, dass der frostige Ausgang des ersten Treffens schwarz – grün irgendwie durch die Leiter der grünen Delegation ausgelöst worden ist. Gleich wie in der Schweiz sollten es auch die Grünen in Deutschland mal nicht mit Vertretern der vor allem jugendlichen, angeblich naturverbundenen und gerne gegen alles, was Recht, Ordnung und Autorität betrifft ewig gestrigen Randalierer versuchen. Vielmehr mit denjenigen, denen es wirklich um den auf unserer Welt nunmehr äusserst dringend gewordenen Umweltschutz, aber vor allem auch um einen wirtschaftlich tragbaren und sinnvollen Schutz geht .

In diesem Sinne sind die Befürworter einer Erneuerung der Grünen in Deutschland zahlreicher als es die Mehrzahl der Politiker wahrhaben wollen. Nicht nur die wirtschaftlich Interesssierten, sondern ganz allgemein ein grosser Teil der sozial-  und kulturell tätigen mittelständigen Jungerwachsenen verantwortungsreicher beruflicher Tätigkeiten. Diejenigen, die gelernt haben bei ihrer täglichen Arbeit an die Konsequenzen ihres Tuns  für Menschen, Natur und Umwelt zu denken.

IV

Meinem eingangs erwähnten Kritiker möchte ich zu bedenken geben, dass sich ohne Zweifel die deutsche Kanzlerin aus ihrem ganzen Handeln und Wesen heraus gerade für das hochindustrialisierte Deutschland eine Symbiose zwischen Wirtschaft und Umweltschutz wünscht.

Gelingt es den Grünen bereits an der Parteiversammlung Ende diese Monats eine auf einen effektiven Umweltschutz ausgerichtete Leitung zusammenzubringen, so könnte die Kanzlerin  die zu erwartenden übersetzten Forderungen inbezug auf einzelne Ministerposten zum Abbruch der Koalitionsverhandlungen schwarz–rot zu Gunsten schwarz-grün abbrechen. Gelingt das nicht, dann müsste man nochmals in den saueren Apfel einer schwarz-roten Legislatur beissen. Ob dazu die Kanzlerin nochmals bereit wäre bezweifle ich, obwohl sie ja stark genug wäre, auch dies durchzustehen.

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17 Oktober, 2013 at 6:32 pm Hinterlasse einen Kommentar

Schwarz-Grün in Deutschland – Funken für mehr Umweltschutz weltweit?!

I

Der wirtschaftlich Aufschwung hat unseren nordöstlichen Nachbar zu einer führenden Kraft in Europa und damit auch in unserer sehr kranken Welt gemacht. Materialismus in Reinkultur und ausschliesslich auf Macht und Gewinn ausgerichtete Gruppierungen haben nicht nur unseren Planeten von vielen wichtigen Kräften ausgelaugt, sondern auch uns Menschen als Genuss- und Arbeitssklaven auf die Dauer zu hoffnungslosen Burnout-Kandidaten gemacht…

Wir haben verlernt alles Materielle geistig zu durchdringen uns so ein Gleichgewicht zwischen Geist und Materie sicherzustellen. Eben das Gleichgewicht, das, wie die neuesten Forschungen behaupten, dank dem Gottesteilchen (die Entelechie – Ganzheitskasualistik – nach dem Philosophen Hans Driesch 1867-1941) die Grundlage von jedem Leben sein soll.

II

Was immer die letzte Wahrheit ist, alle Menschen auf unserem Planeten haben an sich selber erfahren, dass Materie und Geist wiederum in ein besseres Gleichgewicht zu bringen sind, weil nur so ein besserer Schutz unserer Umwelt vor Raubbau unsere Bodenschätze und Schäden an unserer Umwelt insbesondere Luft, Wasser, Wetter, Menschen ,Tieren und all den zahllosen unsichtbaren Lebewesen sichergestellt werden kann.

Seit Jahren haben Forscher und Wissenschaftler Berge von Wissen und Können über all das, was unsere Welt nach Faust < in seinem Innersten zusammenhält > zusammengetragen. Wir kennen die Schäden und Gefahren, die aus unsere materialistischen Gier- und Habsucht oder aus blossem Zwang zum überleben heraus entstanden sind. Wir kennen aber auch die Tausenden von Abhilfen, die es für diese Schäden gibt.

III

Das immer wieder von den führenden Kreisen unserer Welt zum Nichtstun angerufene vollständig unsinnige Wort der Realpolitik, sollte endlich einmal aus dem Vokabular der Regierenden, der Politiker und vor allem der grossen und geldgierigen Wirtschaftsführer gestrichen werden.

Und damit sollten wir zunächst einmal bei uns selber für die kleinen Dinge unseres Alltags (zum Beispiel beim Licht und Wasser konsumieren oder bei unseren Millionen Tonnen Müll) anfangen. So wie das vor Jahren von einer leider inzwischen vergessenen Organisation Moralischer Aufrüstung (Rearmement Morale) mit ziemlich viel Erfolg, besonders auch in der Schweiz gepredigt wurde.

IV

In der Französischen Revolution wurde wiederholt die These vertreten, dass eine echte Demokratie nur dank einer möglichst umfassenden Pluralität, in der jede einzelne Stimme gleich viel zählt wie auch die Stimmen noch so grosser und starker politischer Gruppierungen. Die Missachtung dieses Grundsatzes in der deutschen Bundesverfassung hat mit der Begrenzung auf mindestens 5% einer politischen Gruppierung , um im Bundestag Einsitz nehmen zu können, zu dem Dilemma geführt, in dem sich Bundeskanzlerin Merkel heute befindet. Für eine Koalition stehen ihr lediglich die SPD, die Extremroten unter Gysin und die Grünen zur Verfügung.

V

Eine grosse Koalition mit der SPD ist politisch am wahrscheinlichsten, wäre aber ein grosser Fehler. Irgendwie ein bereits bekannter Leerlauf – alter Schnee würden viele Deutsche selber sagen.

Mit den Kommunisten des ursprünglichen Schweizers Gysin wäre rein praktisch gesehen vielleicht etwas positives möglich, wenn die jüngsten Entwicklungen in den klassisch kommunistischen Ländern , besonders Russland näher unter die Lupe genommen werden.

Die Grünen in Deutschland haben relativ gut abgeschnitten. Das zeigt, dass gerade in Deutschland, in dem heute wirtschaftlich stärksten europäischen Land, wo die Menschen irgendwie am eigenen Leibe erfahren, was ein allzu forsches (brutales) materialistisches Vorgehen für die Umwelt an Gefahren in sich birgt.

Als starke Siegerin könnte es sich die Bundeskanzlerin, wenn sie wirklich an einen raschen und dringenden, ja vorrangigen Umweltschutz glaubt, leisten, die Grünen als schwachen Koalitionspartner zu wählen. Diesen besonders auf der Führungsebene aufzubauen, ihre starke Stellung in der EU dazu benützen, um zum mindesten den bereits weltweit beschlossenen Massnahmen, den vielen Worten endlich weltweit Taten folgen zu lassen.

Wenn sie das mit der gleichen Tatkraft tut , wie bisher in den Finanzfragen , könnte es ohne weiteres dazu kommen, dass sie in die Geschichte eingeht nicht nur als die grosse Reformerin Europas, sondern als eine der ersten Retterinnen unseres armen, sehr, sehr kranken Planeten.

13 Oktober, 2013 at 11:28 am Hinterlasse einen Kommentar


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