A c h t u n g – Unterschätzen wir die Krim-Krise nicht.

26 März, 2014 at 10:43 pm Hinterlasse einen Kommentar

Vieles hängt  jetzt von den Bemühungen unseres Bundespräsidenten ab. Er braucht  unsere volle Unterstützung!

I

Die Russen in der Krim- das ist nichts neues, sie waren schon seit zwei Jahrhunderten dort. Millionen von Russen sind für diesen wichtigsten Flottenstützpunkt gestorben. Gegen die Osmanen, gegen die Franzosen, die Engländer und gegen die Armeen Hitlers. Wie ein roter Faden zieht sich durch die Geschichte der Russen im Namen eines auch heute noch lebendigen Panslawismus der Kampf gegen den Drang Westeuropas nach dem Osten. Ja, des ganzen Westens, angefangen im Altertum im Balkan mit Alexander dem Grossen, im Norden mit den Vikinger, den Goten, Germanen, all den Fürsten und Königen, vor allem den deutschen Kaisern, Napoleon und zuletzt dem Dritten Reich der Nazis.

Viele erwarteten von der heranwachsenden EU ein Ende der bisherigen Rolle unseres Kontinents als der Konfliktherd unserer Welt. Schluss mit der Welt- Grossmacht- und Kolonialpolitik der letzten Jahrhunderte. Mit dem (mehr oder weniger) freien und friedlichen Zusammenschluss von bald mehr als 28 europäischen Staaten erhofften sich viele einen ruhenden Pol in einer gerade heute wieder extrem chaotischen Welt. Ein weltweit anerkannter Zufluchtsort, Helfer in der Not und Vermittler von Frieden, Recht, Ordnung und Sicherheit.

II

Leider ist bereits die Gründergruppe der heutigen EU, die Europäische Wirtschaftsunion (EWG später EG heute EU), Frankreich, Italien Belgien, Holland, Luxemburg und Deutschland, recht früh dem Drang nach Osten zum Opfer gefallen.

Nach dem 1973 erfolgten Beitritt von Grossbritannien, Irland und Dänemark folgten 1981 Griechenland, 1986 Spanien und Portugal, 1995 Österreich, Finnland und Schweden, um nach dem 2004 erfolgten Beitritt Zyperns einen ersten Höhepunkt massiver Ausdehnung nach dem Osten auf die seit Kriegsende unter russischem Einfluss stehenden mittel- und osteuropäischen Comecom Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei, Slovenien, Ungarn und Malta zu erreichen. Ergänzt 2007 durch die Aufnahme von Rumänien und Bulgarien.

Gleichzeitig wurde die von dem Stimmvolk in Holland und in Frankreich abgelehnte Verfassung des früheren französischen Präsidenten Giscard d’Estaing die inzwischen autokratisch aufgebaute (Supranationale) Europäischen Union vom Tandem Merkel –Sarkozy mit einigen wenigen Retouchen in den Vertrag von Lissabon umgewandelt und trotz anfänglichem Widerstand Irlands in Kraft gesetzt.

III

Wie aus dem Vortrag vom 2. September 2005 im Rahmen der Tagung Mut zur Ethik in Feldkirch über das Thema „Ob und was Europa, besonders die EU, für mehr Frieden und weniger Elend auf der Welt tun kann?“ geht leider allzu deutlich hervor, dass Europa erneut zu einem gefährlichen Brandherd für den Weltfrieden werden könnte!

Herausgewachsen aus dem Marshallplan der USA vom 5. Juni 1947 zum wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas, inspiriert von der am 19. September1946 von Winston Churchill in Zürich lancierten Idee eines friedlichen Zusammenschlusses aller europäischer Staaten zu einem demokratisch aufgebauten Staatswesen entwickelten sich zwei einander konkurrenzierende Bewegungen:

Eine auf der vollen Gleichberechtigung souverän bleibender Mitgliedstaaten aufgebaute Freihandelszone als Fundament einer mit der Zeit heranwachsenden Union gleichberechtigter Mitglied-Staaten mit den Grundsätzen einer echten Demokratie

Die andere Bewegung ging von der viel strafferen Ordnung einer Zollunion aus, die in einem immer rascheren Tempo zu einer Wirtschaftsunion, einer gemeinsamen Aussenhandel-, Geld- und Finanzpolitik und den damit verbundenen weitgehenden Verwaltungs- und Regierungskompetenzen mutierte. Daraus ist das heutige Gebilde der EU entstanden mit einem riesigen Verwaltungsapparat in Brüssel, der nach Grösse und politischer Bedeutung gewichteten Stimmenzahl der einzelnen Mitgliedstaaten und der Abtretung des grössten Teils staatlicher Souveränitätsrecht an die neue, den einzelnen Völkern nicht einmal, wie in jeder Republik, zur Genehmigung vorgelegten obersten staatlichen Gewalt.

IV

Besonders bedenklich ist, dass dieses neue Gebilde von einigen ganz wenigen, wenn nicht gar von einem einzigen Mitgliedstaat beherrscht wird: die inzwischen herangewachsene Welt-Wirtschaftmacht Deutschland! In den Medien und in der Politik ist wiederum die Rede von einem neuen Imperium, dem IV-Reich Europas unter deutscher Führung. Wie sehr in der EU auf Ordnung und Disziplin, vor allem aber auch auf Gehorsam geachtet wird, das hat nicht nur das arme Griechenland erfahren, sondern gehört neuerdings immer mehr auch Bezug auf Nicht Mitgliedstaaten der EU, wie die Schweiz, zum täglichen Brot!

Dabei sollten aber die Herren in Brüssel nicht vergessen, dass wir kein armes Land wie Griechenland und all die neuen mittel- und südosteuropäischen EU-Mitglieder sind; dass wir immer noch an unsere Unabhängigkeit glauben und unser Volk nach wie vor notfalls  die gewohnte Wehrbereitschaft aufzubringen bereit sein wird. Und dass sogar die EU uns heute als unabhängiger Vermittler in der Ukraine braucht ,mehr als all die schönen Worte und das siegesgewisse Grinsen all der Grossen unserer Welt , die aus ihrer Atomangst heraus nicht einmal den Mut zu wirksamen Sanktion haben…

Link: Vortrag vom 2. September 2005 im Rahmen der Tagung Mut zur Ethik in Feldkirch

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Nach dem JA am 9. Februar zur Überfremdungsinitiative Zu den Abstimmungen am 18. Mai 2014

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