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„Witz-Entscheid der Fifa“ – Fehlurteil des Blick

Auch der Blick sollte nicht immer nur negativ urteilen.

Auch wenn vieles bei der Fifa oft schwer zu verstehen ist, so hat sich der Blick in seinem Urteil über die Wahl von Russland und Katar für die Fussball Weltmeisterschaften 2018 und 2022 irgendwie vergriffen. Wenn auch der Entscheid für Grossbritannien und die Iberische Halbinsel bedauerlich ist, so haben die FIFA beziehungsweise ihr Präsident Sepp Blatter und das Wahlgremium sehr vorausschauend gehandelt.

Schon bei den alten Griechen und den Römern kam den sportlichen Veranstaltungen eine eminente Bedeutung für die politischen Beziehungen zwischen den Völkern und Staaten zu. Jeder, der sich etwas für die politische Situation auf unserer Welt interessiert, muss gemerkt haben, dass die Akteure der politischen Entwicklung unseres Planeten daran sind, ihre Positionen für die zukünftigen Machtkämpfe zu beziehen.

Die Wirtschaftsmacht China zusammen mit anderen asiatischen Trabanten drängt immer mehr die bisherigen Grossmächte, wie die USA, Russland mit den Überresten der ehemaligen Sowjetunion und Japan an die Wand. Die mit dem Tandem Merkel/Sarkozy zunehmend ambitiöse aber immer noch schwächelnde EU, das dank Nelson Mandela erwachte Schwarzafrika, Indien, Australien und das mit seinen offenbar grössten zukünftigen Ölquellen aufsteigende Südamerika fühlen sich irgendwie von der gelben Gefahr Chinas bedroht. Genau so viel oder gar noch mehr als von dem über unsere Welt hinwegrasenden Orkan Islamischer Bekehrungswut. Sichere Allianzen sind deshalb heute genau so gefragt, wie die während der noch andauernden Finanzkrise benötigten tausenden Milliarden flüssiger Geldmittel.

Der russische Premierminister Putin hat diese Gefahr bereits inbezug auf sein eigenes Land gespürt. Deshalb spricht er, der es noch der Ukraine verboten hatte die wirtschaftliche Annäherung an Europa zu suchen, heute von einer grossen Freihandelszone mit der EU; darüber hinaus auch von der schon seit Jahrzehnten von vielen von uns erträumten Nordatlantischen oder besser gesagt Nordischen Freihandelszone. Ein Ding das von Alaska bis Wladiwostok reichen könnte. Als Bollwerk im Osten und Süden von Russland gegen China aber auch gegen die im Süden dieser Gegen weit zerstreuten Brückenköpfe eines offen oder subversiv tätigen aggressiven Islams. Ein Islam, der sich nicht scheut auch die mächtigen eher aus wirtschaftlichen Interessen friedlich sein wollender Araber zu bedrohen.

Bereits diese Skizze von dem was in den nächsten Jahrzehnten auf uns zukommt, zeigt, dass keine Gelegenheit verpasst werden darf, um die auf uns alle zurollenden Wogen etwas zu besänftigen und gleichzeitig die vorhandenen Kräfte zu gruppieren. In diesem Sinne war es ein ausserordentlich wichtiger Staatspolitischer Entscheid der FIFA, insbesondere seines Präsidenten Sepp Blatter, die WM 2018 an Russland zu vergeben und Katar mit der WM 2022 zum Brückenkopf für den Kontakt zu einem hoffentlich möglichst lange friedlichen oder wenigstens nicht aggressiven Islam zu machen.

Der Preis dafür mag bei vielen einen faden Geschmack für den FIFA-Entscheid auslösen, aber steht in keinem Vergleich zu dem, was damit bewirkt werden könnte. Und dazu, gleich wie bei allen anderen in diese Richtung gehenden Entscheide sollten wir Sepp Blatter und allen seinen Kollegen bei der FIFA für ihren Weitblick danken und den Mut anerkennen, den es für solche Entscheidungen braucht.

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3 Dezember, 2010 at 10:33 pm Hinterlasse einen Kommentar

EURO 2008 = Fairplay?

Hochgejubelt wurde die EURO 2008 als Völkerverbindend, antirassistisch und der Beweis dafür, dass hunderttausende von Menschen, trotz der Spannungen eines auf die Spitze getriebenen Kräftemessens gemeinsam friedlich miteinander feiern und jubeln können. Endlich, sagen die Organisatoren, sei es gelungen, in solche Massenveranstaltungen etwas Ruhe zu bringen. Das sei mit dem Motto FAIRPLAY bezweckt worden. Damit sollte den heute, bei jedem Grossanlass zu extremen Ausschreitungen bereiten Menschenmassen gezeigt werden, man könne auch feiern, ohne dass es zu Schlägereien und Pöbeleien kommt.

Ist das wirklich gelungen?
Bezüglich der Besucher und Zuschauer kann das mehrheitlich mit JA beantwortet werden. Aber bezüglich der Organisatoren, Schiedsrichtern und Fussballern hinterlässt die Mehrzahl der Spiele eher einen gemischten Eindruck.

Die Spieler haben zwar in der Mehrzahl alles gegeben, haben bis zuletzt gekämpft, Sieg und Niederlage sportlicher akzeptiert als ihre „fans“. Was irgendwie zu diesem durchwegs positiven Eindruck nicht passt ist die Brutalität, eine Summe höchst geschickt versteckter körperlicher Angriffe, dem Simulieren von Verletzungen, das am Boden liegen bleiben bis der Schiedsrichter einen Freistoss oder gar einen Strafschuss, eine gelbe Karte zückte und so dem Gegner einen für den Ausgang des Spiels entscheidenden Vorteil, und das jeweils kurz vor Ende des Spiels, einräumte. .

Was dieses Bodychecking mit Fussball zu tun hat, ist mir unverständlich. Fussball wird mit den Füssen, aber nicht mit Fusstritten und Ringkämpfen gespielt. Vor allem, weil es nicht, wie beim amerikanischen Football oder Rugby, streng kontrolliert wird. Damit wird dem Schiedsrichter ein Ermessenspielraum eingeräumt, der für den Ausgang eines Spiels, eines Turniers entscheidend ist. Auf Vorwürfe ist die Antwort jeweils, man habe das nicht oder anders gesehen. Mangels optischer Kontrollmöglichkeiten, wie beim Tennis, oder der Rekurs an eine neutrale Instanz, liegt damit der Ausgang eines Spiels weitgehend in den Händen der Schiedsrichter.

Kurioserweise mit dem Resultat, dass grosse und einflussreiche Länder in der Regel ein Spiel oder Turnier gewinnen. So haben zum Beispiel die Türken in ihrem Spiel gegen die Deutschen mit diesem System verloren. Ihre Verteidiger wurden regelmässig von hinten angegriffen und zu Boden gerissen, womit der deutsche Angreifer freie Bahn zum erfolgreichen Torschuss erhielt. Am Bildschirm war das deutlich zu sehen, aber später verschwand diese Sequenz irgendwo in den Archiven der UEFA…

Es hätte auch anders sein können. Das hat der belgische Schiedsrichter im Spiel Spanien gegen Russland gezeigt. Simulanten verwarnte er indem er sich direkt vor sie hinstellte. Statt einen Freistoss nur eine ernste Verwarnung. Auch kein Hagel gelber Karten, um einen Ausschluss zu vieler guter Spieler von späteren Spielen zu vermeiden. Gerade die russische Mannschaft war in den vorhergehenden Spielen auf diese Weise systematisch geschwächt worden. Das positive Verhalten des belgischen Schiedsrichters führte dagegen zu einem korrekten Fussball mit möglichst wenig Tricks und Bodychecking, dafür zu dem vielleicht schönsten, lebendigsten, sportlichsten Spiel der EURO 2008.
Fairplay in Reinform!

Präsident Platini sollte da vielleicht in der UEFA über die Bücher gehen. Vielleicht könnte ihm alt Bundesrat Ogi helfen, der sich während Jahren als Uno-Delegierter für mehr Fairness und weniger Doping und unlauteren Geschäften im Sport einsetzte.

29 Juni, 2008 at 5:17 pm Hinterlasse einen Kommentar


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